{"id":152,"date":"2021-09-25T08:24:12","date_gmt":"2021-09-25T06:24:12","guid":{"rendered":"http:\/\/luzie.blog\/?p=152"},"modified":"2021-10-03T20:32:41","modified_gmt":"2021-10-03T18:32:41","slug":"kanadische-schule-vs-deutsche-schule","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/luzie.blog\/?p=152","title":{"rendered":"Kanadische Schule vs. deutsche Schule"},"content":{"rendered":"\n<p>Nun bin ich schon drei Wochen in Kanada und habe die \u00fcblichen Routinen und den Alltag in der kanadischen Schule miterleben d\u00fcrfen. Ich habe mich erst einmal ein bisschen hier einleben m\u00fcssen und bin mit vielem sehr eingebunden, aber ich habe mir fest vorgenommen, mir in Zukunft etwas mehr Zeit f\u00fcr das Schreiben in meinem Blog zu nehmen. Zum Leben hier- manche Dinge sind gleich oder \u00e4hnlich, aber es gibt auch Angewohnheiten, die sich komplett von den Deutschen unterscheiden. Beispielsweise, dass hier Mittags zum Lunch nur ein Sandwich oder ein anderer kleiner Snack gegessen wird und daf\u00fcr erst  abends warm gegessen wird. Bei mir sieht das dann so aus, dass ich zweimal am Tag richtig esse. Vielleicht liegt es daran, dass ich es in Deutschland gewohnt bin mittags zu essen, vielleicht aber auch einfach daran, dass das Essen hier in der Cafeteria wirklich super ist, da es von den anderen Sch\u00fclern zubereitet wird. Es sieht so aus, als w\u00fcrde es super viel Spa\u00df machen und manchmal frage ich mich, wie es wohl w\u00e4re in diesem Kurs zu sein. Aber beschweren kann ich mich mit meinen Kursen absolut nicht!! Mittlerweile habe ich mich ein bisschen an das kanadische Schulsystem gew\u00f6hnt, es ist n\u00e4mlich wirklich ein gro\u00dfer Unterschied zu der Schule in Deutschland. Schule ist nat\u00fcrlich auch hier ein Ort zum Lernen und gleichzeitig aber auch ein Ort, um Spa\u00df zu haben, Hobbys auszu\u00fcben und kreativ zu werden. Aus meiner Sicht, ist Schule und Freizeit bei uns sehr separiert und hier sehr verbunden. Die Lehrer erz\u00e4hlen von ihren Erlebnissen au\u00dferhalb der Schule, man lernt sie kennen, denn sie lassen die Sch\u00fcler sehr an sich heran kommen und andersherum, sieht es \u00e4hnlich aus. Ich liebe es, dass jeder genauso akzeptiert wird, wie er ist. Jeder hier ist anders, jeder ist individuell, manche kommen mit High-Heels zum Unterricht, andere mit Schlappen-jeder eben so, wie er sich wohlf\u00fchlen. In Drama beispielsweise, m\u00fcssen wir unsere Schuhe einfach alle ausziehen, denn wenn man sich wohl f\u00fchlt, kann man besser lernen. &#8222;Lernen&#8220; hat hier eine ganz andere Bedeutung als bei uns. In Deutschland verbinden viele lernen mit Stress, Arbeit und man f\u00fchlt sich durch die Noten oftmals sehr unter Druck gesetzt. Hier ist lernen jeder kleine Erfolg, \u00fcber den man sich gemeinsam freut. Noten sind sehr Nebens\u00e4chlich und das Ziel ist es, die Sch\u00fcler zu motivieren und ihnen klarzumachen, was wirklich wichtig ist. Hier wird ein sehr gro\u00dfer Wert auf Kreativit\u00e4t, Fantasie und vor allem, Lernerfolg gelegt-nach dem Motto &#8222;Verstehen durch Freude&#8220;. Ja, auch in Deutschland gibt es entspannte, nette Lehrer, die nach diesem Motto arbeiten. Die meisten von ihnen vertreten aber das Lernen durch Druck, Noten, Tests und Arbeiten. Meiner Meinung nach, sind die Lehrer in Deutschland alle sehr unterschiedlich und jeder von ihnen lehrt mit der eigenen \u00dcberzeugung. In Kanada haben alle die gleiche, oder zumindest eine sehr \u00e4hnliche, \u00dcberzeugung, alle Lehrer verfolgen das gleiche Ziel und sie versuchen es auch alle, auf einem sehr \u00e4hnlichen Weg zu erreichen. Ein paar Beispiele: In Psychologie bringt uns Mr.Novak oft S\u00fc\u00dfigkeiten oder Donuts von Tim Hortons mit, die als Motivation und Belohnung dienen sollen. Au\u00dferdem ist der Unterricht sehr Vielf\u00e4ltig. Manchmal h\u00f6ren wir ein Podcast, manchmal schauen wir ein kleines Video, wir bekommen Zeit \u00fcber Dinge in unserem eigen Leben nachzudenken, was wir in unserem Alltag au\u00dferhalb der Schule vielleicht verbessern k\u00f6nnten, was gut l\u00e4uft oder was uns pers\u00f6nlich wichtig ist. Zwischendurch gibt es dann spielerische Wettk\u00e4mpfe (ja, auch in einem Kurs der zw\u00f6lften Jahrgangsstufe), bei denen wir motiviert werden etwas Besonders zu schaffen.Beispielsweise, so viele W\u00f6rter wie m\u00f6glich, in einer bestimmten Reihenfolge und begrenzten Zeit, zu lernen. Im Drama-Kurs sind Sch\u00fcler, deren Alter sich teilweise um 4 Jahre unterscheidet (14-17\/18). Das Ziel ist es, dass die \u00e4lteren Sch\u00fclern die j\u00fcngeren korrigieren und ihnen helfen, denn hier ist man der \u00dcberzeugung, dass Sch\u00fcler sehr gut von Sch\u00fclern lernen k\u00f6nnen. Wir starten unsere Drama-stunde\/n jeden Tag mit einem Sitzkreis im Theater. Jeder stellt sich vor und jeden Tag \u00fcberlegen wir uns ein neues Thema, zu dem jeder dann ein bisschen was erz\u00e4hlen soll. Das sind dann Themen wie zum Beispiel, was wir an dem Tag schon f\u00fcr ein au\u00dfergew\u00f6hnliches Ergebnis hatten oder es gibt eine Vorschrift, wie man sich vorstellen muss. Sagen wir mal, wir m\u00fcssen uns authentisch, enthusiastisch, auf unsere eigene Art und Weise Vorstellen und danach einen passenden Fakt dazu erz\u00e4hlen. Das sind dann Dinge wie Tr\u00e4ume, gesehene Instagrambeitr\u00e4ge mit Besonderer Botschaft oder ein Erlebnis der Vergangenheit. In unserer Klasse ist ein beeintr\u00e4chtigtes M\u00e4dchen in unserem Alter (Kayla) und Mr. Taylor hat eine unfassbar tolle Bindung zu ihr. Er bringt sie oft zum Lachen, bindet sie mit ein und tanzt mit ihr oder wir trommeln alle zusammen mit ihr\/f\u00fcr sie. Wir spielen viele Spiele im Zusammenhang mit Gestik und Mimik und jeder macht das, was er m\u00f6chte und was er kann, keiner wird zu irgendwas gedr\u00e4ngt. Wenn es mal etwas stressig ist, dann dehnen wir uns und entspannen etwas. Dann spielen wir Spiele, bei denen wir uns lustige Geschichten ausdenken oder, oder, oder. Wenn irgendein Thema in den Raum geschmissen wird, nehmen wir uns Zeit daf\u00fcr, besch\u00e4ftigen uns damit. Wir haben uns zum Beispiel auch schon mit der Geschichte der &#8222;First Nation&#8220; besch\u00e4ftigt. Dieser Kurs hat etwas sehr besonderes, denn dort werden die wirklich wichtigen Werte weiter gegeben. Es ist schwer es zu beschreiben, ich denke, man muss dabei gewesen sein, um das wirklich nachvollziehen zu k\u00f6nnen. Ich glaube in der ganzen ersten Zeit ist noch keinmal die Worte Wertung oder Beurteilung gefallen. Auch in meinen anderen beiden Kursen ist das nicht wirklich anders. Unsere Kunstlehrerin, Mrs. Hall, bewundert jedes unserer Bilder, als w\u00e4re es das sch\u00f6nste Kunstwerk, das sie je gesehen hat. Kreativit\u00e4t ist in diesem Kurs sehr hoch geschrieben und sie unterst\u00fctzt und dann, bei der Umsetzung unserer Ideen. F\u00fcr sie ist Kunst nicht  nur ein einfaches Bild mit Farbe, sondern auch alles dar\u00fcber hinaus. Wir sind dazu aufgefordert Texte, die uns inspirieren oder Bilder, die wir mit den Themen verbinden, mit in unsere kleinen Kunstwerke einflie\u00dfen zu lassen. Solange man immer sein Bestes gibt, ist bei ihr alle Ideen eine gute Note wert. In Outdoor Education geht es vor allem darum, die Natur zu respektieren, aber sie gleichzeitig auch zu nutzen und zu bewundern. Wir lernen in Notfallsituationen drau\u00dfen zu \u00fcberleben. Wir waren diese Woche an einem sehr sch\u00f6nen See angeln und haben selber Zelte im Wald gebaut. Ein gro\u00dfer Unterschied zur deutschen Schule ist hier auch, dass das gelernte viel mehr praktiziert wird. Alles, was man auf praktischem Weg gut verstehen kann, wird auch auf diese Art und Weise gelernt. Theoretisch ist der Unterricht nur, wenn die Lehrer der \u00dcberzeugung sind, dass es auf diesem Weg verst\u00e4ndlicher ist. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich mich in der Schule manchmal etwas unterfordert f\u00fchle oder es ein bisschen langweilig wird, weil ich es einfach anders kenne. Aber dadurch, dass ja alles auf Englisch ist, ist auch der Unterricht hier manchmal eine Herausforderung(was ja auch so sein soll). Vor allem in Psychologie, f\u00e4llt es mir manchmal ein bisschen schwer, da ich viele Vokabeln in diesem Bereich nicht kenne und, weil man gleichzeitig \u00fcberlegen und innerlich \u00fcbersetzten muss. Ich habe akzeptieren m\u00fcssen, dass ich nicht immer alles antworten kann, was mir gerade durch den Kopf geht. Normalerweise w\u00fcrde ich es lieben, in einem Fach wie Psychologie viel mitzuarbeiten und es ist manchmal ein bisschen \u00e4rgerlich, dass mir Vokabeln fehlen,  zumal ich sehr viel des Unterrichtsinhaltes verstehe. Ich glaube jedoch, dass das sich mit der Zeit nur verbessern kann. Mit der Frage, welches Schulsystem (Kanada oder Deutschland) ich bevorzugen w\u00fcrde, bin ich ehrlich gesagt ein bisschen \u00fcberfordert, denn Beide haben sowohl Vor- als auch Nachteile&#8230;.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nun bin ich schon drei Wochen in Kanada und habe die \u00fcblichen Routinen und den Alltag in der kanadischen Schule miterleben d\u00fcrfen. Ich habe mich erst einmal ein bisschen hier einleben m\u00fcssen und bin mit vielem sehr eingebunden, aber ich habe mir fest vorgenommen, mir in Zukunft etwas mehr Zeit f\u00fcr das Schreiben in meinem Blog zu nehmen. 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Schule ist nat\u00fcrlich auch hier ein Ort zum Lernen und gleichzeitig aber auch ein Ort, um Spa\u00df zu haben, Hobbys auszu\u00fcben und kreativ zu werden. Aus meiner Sicht, ist Schule und Freizeit bei uns sehr separiert und hier sehr verbunden. Die Lehrer erz\u00e4hlen von ihren Erlebnissen au\u00dferhalb der Schule, man lernt sie kennen, denn sie lassen die Sch\u00fcler sehr an sich heran kommen und andersherum, sieht es \u00e4hnlich aus. Ich liebe es, dass jeder genauso akzeptiert wird, wie er ist. Jeder hier ist anders, jeder ist individuell, manche kommen mit High-Heels zum Unterricht, andere mit Schlappen-jeder eben so, wie er sich wohlf\u00fchlen. In Drama beispielsweise, m\u00fcssen wir unsere Schuhe einfach alle ausziehen, denn wenn man sich wohl f\u00fchlt, kann man besser lernen. &#8222;Lernen&#8220; hat hier eine ganz andere Bedeutung als bei uns. In Deutschland verbinden viele lernen mit Stress, Arbeit und man f\u00fchlt sich durch die Noten oftmals sehr unter Druck gesetzt. Hier ist lernen jeder kleine Erfolg, \u00fcber den man sich gemeinsam freut. Noten sind sehr Nebens\u00e4chlich und das Ziel ist es, die Sch\u00fcler zu motivieren und ihnen klarzumachen, was wirklich wichtig ist. Hier wird ein sehr gro\u00dfer Wert auf Kreativit\u00e4t, Fantasie und vor allem, Lernerfolg gelegt-nach dem Motto &#8222;Verstehen durch Freude&#8220;. Ja, auch in Deutschland gibt es entspannte, nette Lehrer, die nach diesem Motto arbeiten. Die meisten von ihnen vertreten aber das Lernen durch Druck, Noten, Tests und Arbeiten. Meiner Meinung nach, sind die Lehrer in Deutschland alle sehr unterschiedlich und jeder von ihnen lehrt mit der eigenen \u00dcberzeugung. In Kanada haben alle die gleiche, oder zumindest eine sehr \u00e4hnliche, \u00dcberzeugung, alle Lehrer verfolgen das gleiche Ziel und sie versuchen es auch alle, auf einem sehr \u00e4hnlichen Weg zu erreichen. Ein paar Beispiele: In Psychologie bringt uns Mr.Novak oft S\u00fc\u00dfigkeiten oder Donuts von Tim Hortons mit, die als Motivation und Belohnung dienen sollen. Au\u00dferdem ist der Unterricht sehr Vielf\u00e4ltig. Manchmal h\u00f6ren wir ein Podcast, manchmal schauen wir ein kleines Video, wir bekommen Zeit \u00fcber Dinge in unserem eigen Leben nachzudenken, was wir in unserem Alltag au\u00dferhalb der Schule vielleicht verbessern k\u00f6nnten, was gut l\u00e4uft oder was uns pers\u00f6nlich wichtig ist. Zwischendurch gibt es dann spielerische Wettk\u00e4mpfe (ja, auch in einem Kurs der zw\u00f6lften Jahrgangsstufe), bei denen wir motiviert werden etwas Besonders zu schaffen.Beispielsweise, so viele W\u00f6rter wie m\u00f6glich, in einer bestimmten Reihenfolge und begrenzten Zeit, zu lernen. Im Drama-Kurs sind Sch\u00fcler, deren Alter sich teilweise um 4 Jahre unterscheidet (14-17\/18). Das Ziel ist es, dass die \u00e4lteren Sch\u00fclern die j\u00fcngeren korrigieren und ihnen helfen, denn hier ist man der \u00dcberzeugung, dass Sch\u00fcler sehr gut von Sch\u00fclern lernen k\u00f6nnen. Wir starten unsere Drama-stunde\/n jeden Tag mit einem Sitzkreis im Theater. Jeder stellt sich vor und jeden Tag \u00fcberlegen wir uns ein neues Thema, zu dem jeder dann ein bisschen was erz\u00e4hlen soll. Das sind dann Themen wie zum Beispiel, was wir an dem Tag schon f\u00fcr ein au\u00dfergew\u00f6hnliches Ergebnis hatten oder es gibt eine Vorschrift, wie man sich vorstellen muss. Sagen wir mal, wir m\u00fcssen uns authentisch, enthusiastisch, auf unsere eigene Art und Weise Vorstellen und danach einen passenden Fakt dazu erz\u00e4hlen. Das sind dann Dinge wie Tr\u00e4ume, gesehene Instagrambeitr\u00e4ge mit Besonderer Botschaft oder ein Erlebnis der Vergangenheit. In unserer Klasse ist ein beeintr\u00e4chtigtes M\u00e4dchen in unserem Alter (Kayla) und Mr. Taylor hat eine unfassbar tolle Bindung zu ihr. Er bringt sie oft zum Lachen, bindet sie mit ein und tanzt mit ihr oder wir trommeln alle zusammen mit ihr\/f\u00fcr sie. Wir spielen viele Spiele im Zusammenhang mit Gestik und Mimik und jeder macht das, was er m\u00f6chte und was er kann, keiner wird zu irgendwas gedr\u00e4ngt. Wenn es mal etwas stressig ist, dann dehnen wir uns und entspannen etwas. Dann spielen wir Spiele, bei denen wir uns lustige Geschichten ausdenken oder, oder, oder. Wenn irgendein Thema in den Raum geschmissen wird, nehmen wir uns Zeit daf\u00fcr, besch\u00e4ftigen uns damit. Wir haben uns zum Beispiel auch schon mit der Geschichte der &#8222;First Nation&#8220; besch\u00e4ftigt. Dieser Kurs hat etwas sehr besonderes, denn dort werden die wirklich wichtigen Werte weiter gegeben. Es ist schwer es zu beschreiben, ich denke, man muss dabei gewesen sein, um das wirklich nachvollziehen zu k\u00f6nnen. Ich glaube in der ganzen ersten Zeit ist noch keinmal die Worte Wertung oder Beurteilung gefallen. Auch in meinen anderen beiden Kursen ist das nicht wirklich anders. Unsere Kunstlehrerin, Mrs. Hall, bewundert jedes unserer Bilder, als w\u00e4re es das sch\u00f6nste Kunstwerk, das sie je gesehen hat. Kreativit\u00e4t ist in diesem Kurs sehr hoch geschrieben und sie unterst\u00fctzt und dann, bei der Umsetzung unserer Ideen. F\u00fcr sie ist Kunst nicht nur ein einfaches Bild mit Farbe, sondern auch alles dar\u00fcber hinaus. Wir sind dazu aufgefordert Texte, die uns inspirieren oder Bilder, die wir mit den Themen verbinden, mit in unsere kleinen Kunstwerke einflie\u00dfen zu lassen. Solange man immer sein Bestes gibt, ist bei ihr alle Ideen eine gute Note wert. In Outdoor Education geht es vor allem darum, die Natur zu respektieren, aber sie gleichzeitig auch zu nutzen und zu bewundern. Wir lernen in Notfallsituationen drau\u00dfen zu \u00fcberleben. Wir waren diese Woche an einem sehr sch\u00f6nen See angeln und haben selber Zelte im Wald gebaut. Ein gro\u00dfer Unterschied zur deutschen Schule ist hier auch, dass das gelernte viel mehr praktiziert wird. Alles, was man auf praktischem Weg gut verstehen kann, wird auch auf diese Art und Weise gelernt. Theoretisch ist der Unterricht nur, wenn die Lehrer der \u00dcberzeugung sind, dass es auf diesem Weg verst\u00e4ndlicher ist. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich mich in der Schule manchmal etwas unterfordert f\u00fchle oder es ein bisschen langweilig wird, weil ich es einfach anders kenne. Aber dadurch, dass ja alles auf Englisch ist, ist auch der Unterricht hier manchmal eine Herausforderung(was ja auch so sein soll). Vor allem in Psychologie, f\u00e4llt es mir manchmal ein bisschen schwer, da ich viele Vokabeln in diesem Bereich nicht kenne und, weil man gleichzeitig \u00fcberlegen und innerlich \u00fcbersetzten muss. Ich habe akzeptieren m\u00fcssen, dass ich nicht immer alles antworten kann, was mir gerade durch den Kopf geht. Normalerweise w\u00fcrde ich es lieben, in einem Fach wie Psychologie viel mitzuarbeiten und es ist manchmal ein bisschen \u00e4rgerlich, dass mir Vokabeln fehlen, zumal ich sehr viel des Unterrichtsinhaltes verstehe. Ich glaube jedoch, dass das sich mit der Zeit nur verbessern kann. 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