{"id":149,"date":"2021-09-13T04:52:14","date_gmt":"2021-09-13T02:52:14","guid":{"rendered":"http:\/\/luzie.blog\/?p=149"},"modified":"2021-10-03T20:25:56","modified_gmt":"2021-10-03T18:25:56","slug":"erster-highschool-tag","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/luzie.blog\/?p=149","title":{"rendered":"Erster Highschool-Tag"},"content":{"rendered":"\n<p>Heute war der erste Schultag an meiner kanadischen High School. Ich war ein bisschen aufgeregt, weil ich nicht wirklich wusste, was auf mich zukommt. Andererseits, habe ich mich aber auch gefreut, endlich in das kanadische Schuleben einsteigen zu k\u00f6nnen. Ich bin ganz gem\u00fctlich gegen viertel nach acht aufgestanden, habe mich fertig gemacht und habe gefr\u00fchst\u00fcckt, weil ich heute erst um zehn da sein musste(was schonmal sehr ungewohnt war). Da ich viel fr\u00fcher aufgewacht bin, als mein Wecker es vorgesehen hatte, konnte ich zu Fu\u00df zur Schule gehen. Weit ist es nicht, man geht eine zwanzig Minuten. Ich war mir eigentlich ziemlich sicher, den Weg zu kennen, weil ich gestern Abend an der Schule vorbeigelaufen bin. Hier ist aber alles ein bisschen un\u00fcbersichtlich, weil die Stra\u00dfen hier aufgebaut sind, wie ein Schachbrett. Quer durch die Stadt gibt es glaube ich sechs Stra\u00dfen, die l\u00e4ngs verlaufen (1th Avenue, 2th Avenue, 3th Avenue,\u2026) und dann gibt es die ganzen kleinen Stra\u00dfen die parallel den Berg hoch\/runter (wie man es eben sehen will) verlaufen. Jedenfalls stande ich irgendwann in einer Sackgasse. Anscheinend sah ich hilflos aus oder die Menschen hier sind einfach alle wirklich so freundlich hier, denn ein Mann hat mich angesprochen und mir den Weg erkl\u00e4rt. Ich kam genau auf die Minute p\u00fcnktlich in der Schule an. Als ich das Geb\u00e4ude betreten und den Flur entlang gegangen bin, kam mir auch dort sofort eine Frau entgegen, die mich angesprochen hat. Sie hat mich gefragt, ob ich eine Austauschsch\u00fclerin bin und mich zu einem Raum gebracht, aus dem ganz viele deutsche Stimmen kamen. Im Laufe des Vormittags hat sich herausgestellt, dass wir zwanzig Deutsche, ein Italiener, eine Franz\u00f6sin und drei Japaner sind. Wenn ich mich nicht t\u00e4usche, ist sogar ein russischer Sch\u00fcler dabei. Es war ungewohnt, aber auch entspannt, sich nach einigen Tagen mal wieder auf deutsch unterhalten zu k\u00f6nnen, ohne, dass man st\u00e4ndig \u00fcberlegen muss. Als erstes haben wir uns alle vorgestellt und ein bisschen erz\u00e4hlt, warum wir Kanada und Ladysmith ausgesucht haben, von wo wir Zuhause kommen und worauf wir uns freuen. Danach ging es auch schon los, zu einer kleinen Schulf\u00fchrung und anschlie\u00dfend zu unserer B-Block Klasse. Das Schulsystem an der LSS(Ladysmith Secondary School) ist folgenderma\u00dfen aufgebaut. Es gibt jedes Halbjahr vier Kurse, die man belegen muss. Die Leute, die hier l\u00e4nger zur Schule gehen, haben ein paar Regeln, beim W\u00e4hlen ihrer Kurse. Beispielsweise d\u00fcrfen sie nur eine oder zwei der Fun-Classes belegen und m\u00fcssen zus\u00e4tzlich auch F\u00e4cher wie Mathe und Englisch w\u00e4hlen. Au\u00dferdem d\u00fcrfen die Kurse nicht zweimal gew\u00e4hlt werden. Bei mir sieht das ein bisschen anders aus, weil ich hier nicht dauerhaft zur Schule gehe. Im Voraus durfte ich meine sieben Favoriten aus der riesigen Auswahl von F\u00e4chern auflisten. Heute morgen haben wir dann unsere Kurse bekommen, was sehr spannend war. Ich bin sehr zufrieden mit meinen Kursen. Und zwar sind das Outdoor Education (dazu irgendwann mehr, wenn ich es selber besser wei\u00df, aber der Name sagt es ja eigentlich schon&#8230;ich glaube es geht in die Richtung &#8222;Pfadfinder&#8220;), Theater (Musical, Drama), Psychologie und Kunst. Diese vier Kurse werde ich jetzt das ganze Schuljahr \u00fcber jeden Tag haben. Morgen beispielsweise, starte ich mit Theater, habe dann Outdoor Education, anschlie\u00dfend zwei Stunden Kunst und zu guter letzt Psychologie. Diese Reihenfolge \u00e4ndert sich von Tag zu Tag. Die Schule geht hier von 8:30 Uhr bis 3:00 Uhr am Mittag. Eine Schulstunde hat 55-70 Minuten und gegen 12 Uhr gibt es eine Lunch-Pause von 35 Minuten. In der Schule gibt es-anders, als in meiner Schule in Deutschland-eine Kantine, auf deren Essen ich sehr gespannt bin. Es ist glaube keine \u00fcbliche Kantine, denn meine Gastschwester hat mir erz\u00e4hlt, dass die Sch\u00fcler des Koch-Kunst-Kurses das Essen selber kochen. Auch bei unserer kleinen Schulf\u00fchrung ging es durch die Kantine, die direkt an das Stage grenzt, denn sie ist ein Saal den man zu einem Publikumssaal, zur B\u00fchne hin, wandeln kann. Heute war die Trennwand allerdings geschlossen, denn im Stage hatten wir unseren B-Block, Theater. Es gibt Block A,B,C und D, welche f\u00fcr die jeweiligen Kurse stehen. Als wir den Raum betreten haben waren schon einige Leute da, aber auch eine viertel Sunde sp\u00e4ter, als wir schon lange gestartet hatten, sind noch weitere Sch\u00fcler eingetrudelt, w\u00e4hrend sie ihren Coffee-to-go am trinken waren. Der Lehrer, Mr Taylor (sehr ausgefallener K\u00fcnstler, lange Haare. ohne Schuhe) hat es einfach ignoriet und auch f\u00fcr alle anderen schien es v\u00f6llig normal zu sein. Das Theater sieht ziemlich cool aus, es gibt einen Kost\u00fcmraum und ganz, ganz viele verschiedne Beleutungs- und Tonanlagen. Eine Seite der Wand ist mit einer riesigen Leinwand bedeckt, die wir, f\u00fcr dieses Schuljahr, direkt mal mit einem Film eingewiesen haben. Die Stimmung war nicht wie in einer deutschen Schule, womit ich auch gerechnethabe. Nicht damit gerechnet habe ich allerdings, dass es so einen gro\u00dfen Kontrast geben kann. Die Sch\u00fcler-Lehrer-Verh\u00e4ltnisse schienen alle sehr freundschaftlich und die Stimmung war eher wie bei einer Freizeitbesch\u00e4ftigung-so wie ich das heute auf dem Flur so mitbekommen habe. Ich bin sehr gespannt wie der normale Unterricht aussehen wird, wenn wir in unserem Kurs f\u00fcr ein Musical proben werden. Ich zitiere Mr Taylor \u201eWenn Corona uns lieben wird\u2026(\u2026), hoffen wir mal, dass Corona uns ab jetzt liebt. Nach meiner ersten Schulstunde im B-Block hatten wir Lunch, bei dem es bestellte Pizza, Cookies und Eistee von unserer Lehrerin (zust\u00e4ndig f\u00fcr die international Students) gab. W\u00e4hrend dessen haben wir Schl\u00f6sser f\u00fcr unsere Schlie\u00dff\u00e4cher auf dem Flur bekommen. Sie sind so kompliziert zu \u00f6ffnen, ich habe den Dreh bis jetzt noch nicht raus (aber das wird schon noch, die Schlie\u00dff\u00e4cher werden wir ohnehin erst morgen bekomme). Nach der Mittagspause kam unser kanadischer Vormund und es gab eine kleine Aufkl\u00e4rung \u00fcber Regeln, Clubs (AGs) und Aktivit\u00e4ten, die wir mit den Internationals unternehmen werden. Auf der Liste stehen einige wirklich aufregende Trips, von denen ihr mit Sicherheit noch erfahren werdet. Nach dem etwas strengeren Part des Tages, gab es dann aber noch ein Quiz, in dem wir Fragen zu Kanada, Nanaimo und Umgebung gestellt bekommen haben. Das hat direkt am Anfang schonmal den Zusammenhalt zwischen den Austauschsch\u00fclern gest\u00e4rkt, in unserem Team war sogar eine Japanerin. Ich kann es kaum erwarten, sie besser kennen zu lernen-das ist mit Sicherheit spannend. Am Ende gab es noch eine zweite Schulf\u00fchrung, bei der wir einige Lehrer, den Hausmeister und den Direktor(er liebt Mountain Biking und nimmt seit \u00fcber 10 Jahren selber Austauschsch\u00fcler auf), kennengelernt haben. Wir haben ein kleines Geschenk mit ein paar Snacks, einer Tasse, Flasche und noch ein paar Kleinigkeiten geschenkt bekommen, was ich eine sehr s\u00fc\u00dfe und aufmerksame Geste finde. Ich bin gespannt auf meinen ersten richtigen Schultag morgen.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute war der erste Schultag an meiner kanadischen High School. Ich war ein bisschen aufgeregt, weil ich nicht wirklich wusste, was auf mich zukommt. Andererseits, habe ich mich aber auch gefreut, endlich in das kanadische Schuleben einsteigen zu k\u00f6nnen. Ich bin ganz gem\u00fctlich gegen viertel nach acht aufgestanden, habe mich fertig gemacht und habe gefr\u00fchst\u00fcckt, weil ich heute erst um zehn da sein musste(was schonmal sehr ungewohnt war). Da ich viel fr\u00fcher aufgewacht bin, als mein Wecker es vorgesehen hatte, konnte ich zu Fu\u00df zur Schule gehen. Weit ist es nicht, man geht eine zwanzig Minuten. 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Die Leute, die hier l\u00e4nger zur Schule gehen, haben ein paar Regeln, beim W\u00e4hlen ihrer Kurse. Beispielsweise d\u00fcrfen sie nur eine oder zwei der Fun-Classes belegen und m\u00fcssen zus\u00e4tzlich auch F\u00e4cher wie Mathe und Englisch w\u00e4hlen. Au\u00dferdem d\u00fcrfen die Kurse nicht zweimal gew\u00e4hlt werden. Bei mir sieht das ein bisschen anders aus, weil ich hier nicht dauerhaft zur Schule gehe. Im Voraus durfte ich meine sieben Favoriten aus der riesigen Auswahl von F\u00e4chern auflisten. Heute morgen haben wir dann unsere Kurse bekommen, was sehr spannend war. Ich bin sehr zufrieden mit meinen Kursen. Und zwar sind das Outdoor Education (dazu irgendwann mehr, wenn ich es selber besser wei\u00df, aber der Name sagt es ja eigentlich schon&#8230;ich glaube es geht in die Richtung &#8222;Pfadfinder&#8220;), Theater (Musical, Drama), Psychologie und Kunst. Diese vier Kurse werde ich jetzt das ganze Schuljahr \u00fcber jeden Tag haben. Morgen beispielsweise, starte ich mit Theater, habe dann Outdoor Education, anschlie\u00dfend zwei Stunden Kunst und zu guter letzt Psychologie. Diese Reihenfolge \u00e4ndert sich von Tag zu Tag. Die Schule geht hier von 8:30 Uhr bis 3:00 Uhr am Mittag. Eine Schulstunde hat 55-70 Minuten und gegen 12 Uhr gibt es eine Lunch-Pause von 35 Minuten. In der Schule gibt es-anders, als in meiner Schule in Deutschland-eine Kantine, auf deren Essen ich sehr gespannt bin. Es ist glaube keine \u00fcbliche Kantine, denn meine Gastschwester hat mir erz\u00e4hlt, dass die Sch\u00fcler des Koch-Kunst-Kurses das Essen selber kochen. Auch bei unserer kleinen Schulf\u00fchrung ging es durch die Kantine, die direkt an das Stage grenzt, denn sie ist ein Saal den man zu einem Publikumssaal, zur B\u00fchne hin, wandeln kann. Heute war die Trennwand allerdings geschlossen, denn im Stage hatten wir unseren B-Block, Theater. Es gibt Block A,B,C und D, welche f\u00fcr die jeweiligen Kurse stehen. 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Nach der Mittagspause kam unser kanadischer Vormund und es gab eine kleine Aufkl\u00e4rung \u00fcber Regeln, Clubs (AGs) und Aktivit\u00e4ten, die wir mit den Internationals unternehmen werden. Auf der Liste stehen einige wirklich aufregende Trips, von denen ihr mit Sicherheit noch erfahren werdet. Nach dem etwas strengeren Part des Tages, gab es dann aber noch ein Quiz, in dem wir Fragen zu Kanada, Nanaimo und Umgebung gestellt bekommen haben. Das hat direkt am Anfang schonmal den Zusammenhalt zwischen den Austauschsch\u00fclern gest\u00e4rkt, in unserem Team war sogar eine Japanerin. Ich kann es kaum erwarten, sie besser kennen zu lernen-das ist mit Sicherheit spannend. Am Ende gab es noch eine zweite Schulf\u00fchrung, bei der wir einige Lehrer, den Hausmeister und den Direktor(er liebt Mountain Biking und nimmt seit \u00fcber 10 Jahren selber Austauschsch\u00fcler auf), kennengelernt haben. 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