{"id":138,"date":"2021-09-05T01:30:26","date_gmt":"2021-09-04T23:30:26","guid":{"rendered":"http:\/\/luzie.blog\/?p=138"},"modified":"2021-10-24T08:11:43","modified_gmt":"2021-10-24T06:11:43","slug":"mein-flug","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/luzie.blog\/?p=138","title":{"rendered":"Mein Flug"},"content":{"rendered":"\n<p>Auch, wenn wir jetzt schon fast vier Stunden im Flugzeug sitzen, habe ich glaube ich immer noch nicht wirklich realisiert, was nun vor mir liegt. Als wir heute morgen zuhause losgefahren sind, habe ich nichts au\u00dfer Vorfreude empfunden Ich glaube, ich habe meinen Fokus einfach nur auf das Positive gelenkt. Wie sagt man so sch\u00f6n &#8222;mit einem lachenden und einem weinenden Auge&#8220;. Die Fahrt nach Frankfurt verging wie im Flug, ich kann mich nicht erinnern, dass mir 2 Stunden schonmal so unglaublich kurz vorgekommen sind. Wir musste etwas l\u00e4nger einen Parkplatz suchen, so gro\u00df, wie es dort ist. Jedenfalls ging es dann auch schon zum Check-In. Die Schlange war sehr lang, aber ich sch\u00e4tze, dass mindestens 90 Prozent der Leute dort, Auslandsjahr-Sch\u00fcler waren, sodass ich mich sofort wohl gef\u00fchlt habe. Auch die anderthalb Stunden des Wartens vergingen sehr schnell, was wohl daran lag, dass ich mich beim Gespr\u00e4chsthema &#8222;Auslandsjahr&#8220; sehr wohl f\u00fchle. Beim Abschied wurden nat\u00fcrlich noch ein paar Tr\u00e4nen vergossen, aber wir sitzen alle im gleichen Boot (Flugzeug), was direkt schonmal sehr zusammenschwei\u00dft. Mit zwei anderen M\u00e4dchen ging&#8217;s also ab zur Sicherheitskontrolle, wo einer unserer Koffer auf Sprengstoff getestet werden musste. Das hei\u00dft, wir haben uns alle erst einmal ein bisschen erschreckt, weil dann auch noch die Polizei kommen musste. Letztendlich, mussten wir den Koffer nur einmal aus- und danach wieder einpacken, auch die verd\u00e4chtige Milka-Schokolade. Generell war die Kotrolle aber sehr streng, ich musste sogar meine Schuhe ausziehen. Danach ging&#8217;s weiter zu ein paar Schaltern, an denen verschiede Dokumente abgefragt wurden, dann ging&#8217;s aber auch schon zum Gate. Wir waren gerade angekommen, da ging es mit dem Boarding los. Irgendwie bin ich in der Buissnes Class gelandet, aber kam dann auch schnell zu meinem richtigen Platz. Im Voraus habe ich mit zwei Anderen, die auch nach Nanaimo fliegen, Sitzpl\u00e4tze reserviert. Wir haben uns kennen gelernt, unterhalten und erstmal ganz viel gegessen. Bis jetzt habe ich mich noch nicht getraut in mein Abschiedsbuch zu schauen, weil ich dann mit Sicherheit traurig werden w\u00fcrde und wahrscheinlich schon nach nur ein paar Stunden Heimweh bekommen w\u00fcrde- will ich unbedingt vermeiden. Ich will mich lieber auf das konzentrieren, auf das ich mich gerade so so sehr freue. Ich wei\u00df nicht, ob es nur mir so geht, aber auch, wenn ich mich gerade schon soweit von Zuhause weg befinde, beim Fliegen f\u00fchle ich mich immer sicherer als \u00fcberall sonst. Viele haben Flugangst, bei mir ist es genau das Gegenteil. Da unten passiert so viel Schlimmes, vor dem man hier oben einfach mal eine Zeit lang entflieht. Wenn man so hoch oben \u00fcber allem Anderen, was sonst so wesentlich ist, fliegt, ist ein unglaubliches Gef\u00fchl-so  empfinde ich bei jedem meiner Fl\u00fcge. Diesmal war es noch besonderer als sonst, weil wir sogar \u00fcber die Arktis geflogen sind.  Nat\u00fcrlich bin ich auch sehr gespannt auf die Landung. Meine Gastschwester und meine Gastmama werden mich am Flughafen abholen. Das Gute ist, wenn ich ankomme, ist in Kanada Abend, sodass ich erst einmal ganz normal schlafen gehen kann. <\/p>\n\n\n\n<p>Wir sind gegen drei Uhr in Calgary gelandet, sodass wir nach durch die Zeitverschiebung nur 50 Minuten sp\u00e4ter hier ankamen, obwohl wir \u00fcber 9 Stunden geflogen sind. Auf Vancouver Island sind es neun Stunden fr\u00fcher als in Deutschland. Ich bin also gerade in der Zeit zur\u00fcck gereist-verr\u00fcckt. Nun bin ich schon \u00fcber zwanzig Stunden unterwegs, mein Anschlussflug ist noch nicht gestartet. Es ist ein komisches Gef\u00fchl, weil es durchgehend hell war. Ehrlich gesagt, dachte ich, ich w\u00fcrde m\u00fcder sein. Das liegt aber sehr wahrscheinlich an dem viel zu starken Kaffee, den ich getrunken habe und aber nat\u00fcrlich an der Aufregung. Als wir zum Zwischenstopp gelandet sind, ging es erst einmal auf zu einer paar Schaltern. Wir mussten ziemlich lange auf unsere Koffer am Gep\u00e4ckband warten-was sich als ziemlich unn\u00f6tig herausgestellt hat, denn kurz darauf, mussten wir sie schon wieder aufgeben. In der Zwischenzeit ging es zu einem Raum, in dem wir auf unser Visum warten mussten. Ich habe ungern meinen Pass und dazu noch mein Study Permit abgegeben, ohne die Dokumente wieder zur\u00fcck zu bekommen. Schlie\u00dflich w\u00e4re ich ohne ziemlich aufgeschmissen gewesen. Wir haben nochmal viele weitere, neue Leute getroffen, die mit dem selben Ziel wie unserem reisen. Es ist sch\u00f6n, dass sie einen alle ganz genau verstehen und nachvollziehen k\u00f6nnen, wie ich mich f\u00fchle und warum ich mich f\u00fcr mein Auslandsjahr entschieden habe. Man h\u00e4lt automatisch zusammen, obwohl man sich eigentlich noch gar nicht so gut kennt-richtig sch\u00f6n.Da dort alles ein bisschen l\u00e4nger gedauert hat,  mussten wir uns beeilen, zur zweiten Sicherheitskontrolle zu kommen. Dort, wo wir eigentlich kontrolliert werden sollten, war aber geschlossen. Nach einer kleinen Wanderung durch das Flughafengeb\u00e4ude Calgerys kamen wir dann-wie erwartet-an eine sehr lange Schlange. Auch diesmal musste ich meine Schuhe ausziehen, im Nachhinein w\u00fcrde ich die Boots nicht noch einmal zu so einer langen Reise anziehen, zumal wir sie auch im Flugzeug ausgezogen haben. Nach dem Schuhe anziehen (ewig) ging&#8217;s mit einem Spurt Richtung Gate weiter. Der Stress w\u00e4re nicht n\u00f6tig gewesen, denn das Boarding hatte auch nochmal Versp\u00e4tung. Es hatte aber auch was Gutes, so konnten wir kurz verschnaufen und uns auf der Toilette etwas frisch machen. Dort kam mir ein aufgel\u00f6stes M\u00e4dchen in meinem Alter entgegen, die total am weinen war. Nat\u00fcrlich habe ich sie erstmal in den Arm genommen-trotz Corona, ja-woraufhin sie mir erz\u00e4hlt hat, dass sie jetzt unerwartet in Quarant\u00e4ne muss und all ihr Pl\u00e4ne auf den Kopf gestellt wurden, weil sie in einer App(in der wir einiges ausf\u00fcllen mussten), einen falschen Impfstoff angegeben hatte. Ich war total geschockt und aber auch erleichtert, mir war genau das gleiche n\u00e4mlich auch passiert und ich habe es im letzten Moment noch gesehen und verbessert. An der Stelle will ich kurz sagen, dass ich sehr sehr dankbar daf\u00fcr bin, dass bis jetzt alles zu gut bei mir geklappt hat(trotz der vielen Dokumente)&#8230;ich hoffe es l\u00e4uft auch weiterhin alles halbwegs nach Plan, weil wir jetzt schon \u00fcber eine Stunde im stehenden Flugzeug auf den Start warten. Leider kann ich meine Gastfamilie nicht erreichen, weil ich noch kein Guthaben auf der kanadischen SIM-Karte habe und das telefonieren anscheinend sehr teuer sein soll. Ich hoffe sie m\u00fcssen nicht allzu lange auf mich warten!<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery columns-0 is-cropped\"><ul class=\"blocks-gallery-grid\"><\/ul><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auch, wenn wir jetzt schon fast vier Stunden im Flugzeug sitzen, habe ich glaube ich immer noch nicht wirklich realisiert, was nun vor mir liegt. Als wir heute morgen zuhause losgefahren sind, habe ich nichts au\u00dfer Vorfreude empfunden Ich glaube, ich habe meinen Fokus einfach nur auf das Positive gelenkt. Wie sagt man so sch\u00f6n &#8222;mit einem lachenden und einem weinenden Auge&#8220;. Die Fahrt nach Frankfurt verging wie im Flug, ich kann mich nicht erinnern, dass mir 2 Stunden schonmal so unglaublich kurz vorgekommen sind. Wir musste etwas l\u00e4nger einen Parkplatz suchen, so gro\u00df, wie es dort ist. Jedenfalls ging es dann auch schon zum Check-In. Die Schlange war sehr lang, aber ich sch\u00e4tze, dass mindestens 90 Prozent der Leute dort, Auslandsjahr-Sch\u00fcler waren, sodass ich mich sofort wohl gef\u00fchlt habe. Auch die anderthalb Stunden des Wartens vergingen sehr schnell, was wohl daran lag, dass ich mich beim Gespr\u00e4chsthema &#8222;Auslandsjahr&#8220; sehr wohl f\u00fchle. Beim Abschied wurden nat\u00fcrlich noch ein paar Tr\u00e4nen vergossen, aber wir sitzen alle im gleichen Boot (Flugzeug), was direkt schonmal sehr zusammenschwei\u00dft. Mit zwei anderen M\u00e4dchen ging&#8217;s also ab zur Sicherheitskontrolle, wo einer unserer Koffer auf Sprengstoff getestet werden musste. Das hei\u00dft, wir haben uns alle erst einmal ein bisschen erschreckt, weil dann auch noch die Polizei kommen musste. Letztendlich, mussten wir den Koffer nur einmal aus- und danach wieder einpacken, auch die verd\u00e4chtige Milka-Schokolade. Generell war die Kotrolle aber sehr streng, ich musste sogar meine Schuhe ausziehen. Danach ging&#8217;s weiter zu ein paar Schaltern, an denen verschiede Dokumente abgefragt wurden, dann ging&#8217;s aber auch schon zum Gate. Wir waren gerade angekommen, da ging es mit dem Boarding los. Irgendwie bin ich in der Buissnes Class gelandet, aber kam dann auch schnell zu meinem richtigen Platz. Im Voraus habe ich mit zwei Anderen, die auch nach Nanaimo fliegen, Sitzpl\u00e4tze reserviert. Wir haben uns kennen gelernt, unterhalten und erstmal ganz viel gegessen. Bis jetzt habe ich mich noch nicht getraut in mein Abschiedsbuch zu schauen, weil ich dann mit Sicherheit traurig werden w\u00fcrde und wahrscheinlich schon nach nur ein paar Stunden Heimweh bekommen w\u00fcrde- will ich unbedingt vermeiden. Ich will mich lieber auf das konzentrieren, auf das ich mich gerade so so sehr freue. Ich wei\u00df nicht, ob es nur mir so geht, aber auch, wenn ich mich gerade schon soweit von Zuhause weg befinde, beim Fliegen f\u00fchle ich mich immer sicherer als \u00fcberall sonst. Viele haben Flugangst, bei mir ist es genau das Gegenteil. Da unten passiert so viel Schlimmes, vor dem man hier oben einfach mal eine Zeit lang entflieht. Wenn man so hoch oben \u00fcber allem Anderen, was sonst so wesentlich ist, fliegt, ist ein unglaubliches Gef\u00fchl-so empfinde ich bei jedem meiner Fl\u00fcge. Diesmal war es noch besonderer als sonst, weil wir sogar \u00fcber die Arktis geflogen sind. Nat\u00fcrlich bin ich auch sehr gespannt auf die Landung. Meine Gastschwester und meine Gastmama werden mich am Flughafen abholen. Das Gute ist, wenn ich ankomme, ist in Kanada Abend, sodass ich erst einmal ganz normal schlafen gehen kann. Wir sind gegen drei Uhr in Calgary gelandet, sodass wir nach durch die Zeitverschiebung nur 50 Minuten sp\u00e4ter hier ankamen, obwohl wir \u00fcber 9 Stunden geflogen sind. Auf Vancouver Island sind es neun Stunden fr\u00fcher als in Deutschland. Ich bin also gerade in der Zeit zur\u00fcck gereist-verr\u00fcckt. Nun bin ich schon \u00fcber zwanzig Stunden unterwegs, mein Anschlussflug ist noch nicht gestartet. Es ist ein komisches Gef\u00fchl, weil es durchgehend hell war. Ehrlich gesagt, dachte ich, ich w\u00fcrde m\u00fcder sein. Das liegt aber sehr wahrscheinlich an dem viel zu starken Kaffee, den ich getrunken habe und aber nat\u00fcrlich an der Aufregung. Als wir zum Zwischenstopp gelandet sind, ging es erst einmal auf zu einer paar Schaltern. Wir mussten ziemlich lange auf unsere Koffer am Gep\u00e4ckband warten-was sich als ziemlich unn\u00f6tig herausgestellt hat, denn kurz darauf, mussten wir sie schon wieder aufgeben. In der Zwischenzeit ging es zu einem Raum, in dem wir auf unser Visum warten mussten. Ich habe ungern meinen Pass und dazu noch mein Study Permit abgegeben, ohne die Dokumente wieder zur\u00fcck zu bekommen. Schlie\u00dflich w\u00e4re ich ohne ziemlich aufgeschmissen gewesen. Wir haben nochmal viele weitere, neue Leute getroffen, die mit dem selben Ziel wie unserem reisen. Es ist sch\u00f6n, dass sie einen alle ganz genau verstehen und nachvollziehen k\u00f6nnen, wie ich mich f\u00fchle und warum ich mich f\u00fcr mein Auslandsjahr entschieden habe. Man h\u00e4lt automatisch zusammen, obwohl man sich eigentlich noch gar nicht so gut kennt-richtig sch\u00f6n.Da dort alles ein bisschen l\u00e4nger gedauert hat, mussten wir uns beeilen, zur zweiten Sicherheitskontrolle zu kommen. Dort, wo wir eigentlich kontrolliert werden sollten, war aber geschlossen. Nach einer kleinen Wanderung durch das Flughafengeb\u00e4ude Calgerys kamen wir dann-wie erwartet-an eine sehr lange Schlange. Auch diesmal musste ich meine Schuhe ausziehen, im Nachhinein w\u00fcrde ich die Boots nicht noch einmal zu so einer langen Reise anziehen, zumal wir sie auch im Flugzeug ausgezogen haben. Nach dem Schuhe anziehen (ewig) ging&#8217;s mit einem Spurt Richtung Gate weiter. 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An der Stelle will ich kurz sagen, dass ich sehr sehr dankbar daf\u00fcr bin, dass bis jetzt alles zu gut bei mir geklappt hat(trotz der vielen Dokumente)&#8230;ich hoffe es l\u00e4uft auch weiterhin alles halbwegs nach Plan, weil wir jetzt schon \u00fcber eine Stunde im stehenden Flugzeug auf den Start warten. Leider kann ich meine Gastfamilie nicht erreichen, weil ich noch kein Guthaben auf der kanadischen SIM-Karte habe und das telefonieren anscheinend sehr teuer sein soll. 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